PRÄAMBEL

RICHTLINIEN FÜR DEN SPIELBETRIEB

1 SPIELMATERIAL UND SPIELRAUM
2 SPIELKLEIDUNG
3 VERHALTEN DER SPORTLER
4 WERBUNG
5 SPIELZEIT
6 SPIELBERECHTIGUNG UND GASTSPIELGENEHMIGUNGEN
7 ALTERSKLASSEN
8 VEREINSWECHSEL


PRÄAMBEL

Zweck der Sport- und Turnierordnung (STO) ist es, die Grundlagen für den Sportbetrieb des Bayrischen Billard Verbandes (BBV) zu schaffen.

Jeder Sportler ist verpflichtet, bei der Ausübung des Billardsportes die Grundsätze von Sportlichkeit und Fairness zu beachten.

Die STO gibt in ihrem Allgemeinen Teil den Rahmen für den Spielbetrieb des BBV und der Regionalverbände (RV) vor. Die RV erstellen danach eine für ihren Spielbetrieb verbindliche STO. Eine Verschärfung der Rahmen-STO des BBV durch die RV ist ausgeschlossen.

In ihrem Besonderen Teil trifft die Sportordnung Bestimmungen über das Schiedsrichter-, Trainer- und Lehrgangswesen und gibt die Richtlinien für die Werbung vor. Die jeweils gültigen Spielregeln sind Bestandteil des Besonderen Teiles.

Die Bestimmungen des Besonderen Teiles können durch den Gesamtvorstand des BBV, diejenigen des Allgemeinen Teiles nur durch die Mitgliederversammlung festgelegt und geändert werden.

Die Einzelheiten des Sportbetriebes des BBV regeln die Sportausschüsse im Sportprogramm der jeweiligen Spielart. Den Sportbetrieb der Bayrischen Billard-Jugend (BBJ) regelt das Sportprogramm der Jugend.
 

RICHTLINIEN FÜR DEN SPIELBETRIEB
 

1 SPIELMATERIAL UND SPIELRAUM

Das Spielmaterial und der Spielraum müssen vom den zuständigen RV abgenommen sein. Die Zulassung des Spielmaterials obliegt der DBU. Für die Zulassung des Spielraumes können Mindestanforderungen festgelegt werden.
 

2 SPIELKLEIDUNG

(1) Bei allen in der STO bzw. dem Sportprogramm vorgesehenen Veranstaltungen müssen die Teilnehmer in der jeweils vorgeschriebenen Kleidung, die ständig sichtbar getragen werden muß, antreten.

Sie besteht aus:

a) Trikot mit Vereinsemblem, das ganzflächig angebracht (bei Mannschaften an der gleichen Stelle) und aus Stoff sein muß. Das Emblem muß als einzigen Schriftzug den Vereinsnamen enthalten. Aufdruck bzw. Beflockung ist statthaft.
b) schwarzen Schuhen
c) langer schwarzer Stoffhose (keine Jeans, Cord etc.). Für Sportlerinnen gilt sinngemäß auch schwarzer Stoffrock.

Im Einzelfall kann auf Antrag eine abweichende angemessene Kleidung genehmigt werden.

(2) Im Einzel-Spielbetrieb bzw. bei Einzelturnieren kann eine besondere, dem Ereignis angemessene Kleidung vorgeschrieben werden. Die Art der Spielkleidung muß den Teilnehmern in diesem Fall mit der Ausschreibung bzw. mit Bekanntgabe des Spielortes mitgeteilt werden.

(3) Für Sportler mit Körperschäden und für werdende Mütter, die aufgrund ihrer körperlichen Verfassung nicht in der vorgeschriebenen Kleidung antreten können, ist (gegebenfalls nach Vorlage eines ärztlichen Attestes) eine Sondergenehmigung zu erteilen.

(4) Für Mannschaften ist vorgeschrieben, daß alle Sportler der Mannschaft in einheitlicher Kleidung antreten.

(5) Bei Verstößen gegen TZ 2 (1) - (4) erfolgt eine Bestrafung gemäß Rechts- und Strafordnung des BBV
 

3 VERHALTEN DER SPORTLER

(1) Für Sportler und Schiedsrichter besteht während des Spieles Alkohol- und Rauchverbot. Es gelten die Dopingbestimmungen der DBU.

(2) Die Sportler müssen sich während der Aufnahme ihres Gegners an einer vom Gastgeber bzw. der Turnierleitung bestimmten Stelle aufhalten. Eine Einflußnahme von nicht am Spiel Beteiligten auf den Spielablauf (Stören des Gegners, taktische Tips etc.) ist nicht statthaft. Zuwiderhandlungen werden für den betroffenen Sportler mit Ermahnung, im Wiederholungsfall mit Verwarnung und somit Verlust des Spieles geahndet. Am Spiel selbst Unbeteiligte können aus der Spielstätte verwiesen werden.
 

4 WERBUNG

(1) Werbung auf Ausrüstungsgegenständen oder Kleidung ist im Wettkampf grundsätzlich zulässig.

(2) Die Werberechte einschließlich der Werbung am Mann liegen grundsätzlich bei dem Veranstalter und können auf den Ausrichter übertragen werden.

(3) Persönliche Werbung eines Sportlers ist grundsätzlich zulässig, entsprechende Verträge binden den Veranstalter jedoch nicht. Das Tragen persönlicher Werbung muß zusätzlich vom Veranstalter genehmigt sein.
 

5 SPIELZEIT

(1) Die Spielzeit beginnt am 01. Juli und endet am 30. Juni des darauf folgenden Jahres.

(2) Die Terminplanung des BBV soll mit dem Terminplan der DBU abgestimmt werden. Die Spieltermine werden vom BBV festgelegt und den RV bzw. den Vereinen rechtzeitig bekanntgegeben. Änderungen im nationalen Spielplan rechtfertigen Änderungen des Spielplanes des BBV.

(3) Die Terminplanung der RV soll auf den BBV-Terminplan abgestimmt werden.
 

6 SPIELBERECHTIGUNG UND GASTSPIELGENEHMIGUNGEN

(1) Voraussetzung der Erteilung einer Spielberechtigung ist, daß der Sportler einem Verein angehört, der dem BBV angeschlossen ist.

(2) Sportler dürfen nur für den Verein spielen, in dem sie aktives Mitglied sind. Es ist Ihnen jedoch gestattet, bei einem anderen Verein zu spielen, wenn ihr Stammverein die Disziplinen einer anderen Spielart nicht ausübt und der Stammverein eine schriftliche Genehmigung erteilt. Als Spielarten in diesem Sinne gelten Karambol (großes/kleines Billard), Billard-Kegeln, Pool und Snooker.

(3) Gleichfalls ist es zulässig, bei Freundschaftsspielen und Turnieren für einen anderen Verein zu spielen, sofern der Stammverein zuvor die schriftliche Genehmigung erteilt. Die einzelnen Spielarten können ergänzende Regelungen treffen.

(4) Hat ein Sportler an der Einzelmeisterschaft eines RV teilgenommen, ist es ihm auch bei einem Wechsel des RV nicht gestattet, in der gleichen Spielzeit an der Einzelmeisterschaft eines anderen RV teilzunehmen. Der Nachweis, daß der Sportler an keiner Meisterschaft teilgenommen hat, ist von ihm zu erbringen. Der Nachweis hat nur Gültigkeit, wenn er vom zuständigen Sportwart ausgestellt ist.
 

7 ALTERSKLASSEN

Die Altersklassen werden in der STO/dem Sportprogramm der jeweiligen Spielart festgelegt.
 

8 VEREINSWECHSEL

(1) Wechselt ein Sportler den Verein, muß der abgebende Verein eine Freigabebescheinigung (FB) in dreifacher Ausfertigung erstellen. Je ein Exemplar erhält der Sportler und der zuständige Sportwart.

(2) Die Bescheinigung selbst darf dem Sportler in keinem Falle verweigert werden. Sie muß spätestens 14 Tage nach dem Tag, an dem der Sportler nachweislich seinen Austritt aus dem Verein oder den Übergang in die passive Mitgliedschaft erklärt hat, dem Sportler und dem zuständigen Sportwart vorliegen. Eine evtl. Freigabeverweigerung ist in den Bescheid aufzunehmen und zu begründen.

(3) Will der Sportler am Spielbetrieb weiter teilnehmen, so muß spätestens 14 Tage vor Ablauf der allgemeinen Wartezeit die FB dem nunmehr zuständigen Sportwart vorliegen. Den Nachweis der Austrittserklärung hat der Sportler zu erbringen.

(4) Die FB muß von einem vertretungsberechtigten Vorstandsmitglied des abmeldenden Vereines unterschrieben sein (ausgenommen der abgemeldete Sportler). Ein evtl. vorhandener Spielerpaß ist der Abmeldung beizufügen.

(5) Ist eine FB ohne Bedenken ordnungsgemäß erteilt, kann sie nicht widerrufen werden.

(6) Weitergehende Regelungen können in der STO/dem Sportprogramm der jeweiligen Spielart erfolgen.